Kulturgüterschutzinventar mit Objekten von nationaler Bedeutung (Bundesamt für Bevölkerungsschutz)
Name Ehemalige Einsiedelei St. Magdalena
Kategorie A
Objektart Sakralbauten / Einsiedeleien
KGS-DS-Nr 2015
Adresse Räsch
Gemeinde (Ehemalige Gemeinde) Düdingen
Koordinaten 2578244 / 1186916
Objektinformation: KGS_02015_GSK-d.pdf
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© Büro ADB -
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© Fachbereich KGS, BABS - H. Schüpbach
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- Uschy Sumi, Burgdorf
- Uschy Sumi, Burgdorf
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In den Felswänden über der Saane eingehauene Höhlenarchitektur. In der Schweiz keine vergleichbare, ausschliesslich künstlich erbaute Höhlenwohnung - deshalb die wohl ein-drucksvollste Einsiedelei des Landes. Errichtet wurde die Anlage in ihrer heutigen Ausdehnung von 120 m während fast drei Jahr-zehnten in der zweiten Hälfte des 17. und zu Beginn des 18. Jh. Doch bereits ab Mitte 15. Jh. werden eine Einsiedlerwohnung und später der «Waldbruder zu Sant Marien Magdalenen» erwähnt. Im 19. Jh. bewohnte zeitweise eine Familie die Räume, bevor 1884 wieder Eremiten in die Klause einzogen. Seit 1967 ist die Anlage unbewohnt. Ein Eingang führt direkt in die durch zwei Seiten- und einen Hauptaltar charakterisierte, 1691 geweihte Kapelle; dahinter durchbricht ein 20 m hoher und 2 m breiter Turm den Felsen. Der ursprüngliche Eingang der Einsiedelei führt zunächst in einen Vorraum, dem ein kleiner Saal und die Küche folgen. Hier befindet sich auch der Heizraum mit einem Ofen. Der Rauch konnte durch einen 30 m hohen, in den Fels gehauenen Kamin abziehen. Über eine Treppe gelangt man hinunter zur Wasserquelle und in den Keller, von dem man Zugang zum Garten hat. Nach der Küche folgt der grosse Saal mit vier Fenstern und einer Länge von 25 m. Daran schliessen die Werkstatt und der eigentliche Wohntrakt mit Stube, einem weiteren Ofen und einer Kammer an. Elia Schneider