Kulturgüterschutzinventar mit Objekten von nationaler Bedeutung (Bundesamt für Bevölkerungsschutz)
Name Ruine Stein
Kategorie A
Objektart Wohnbauten und ihre Nebenanlagen / Burgruinen
KGS-DS-Nr 44
Adresse (zw. Niklaustieg und Rütistrasse)
Gemeinde (Ehemalige Gemeinde) Baden
Koordinaten 2665331 / 1258420
Objektinformation: kgs_00044_gsk-d.pdf
Weitere Informationen Inventar Denkmalschutz Kt. AG
Weitere Informationen Swisscastles
Weitere Informationen Wikipedia: Ruine Stein
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Ruine Schloss Stein Auf dem Schlossberg in Baden befanden sich vermutlich schon vor dem 11. Jh. Wehr- und Wohnanlagen. Urkundlich erwähnt ist die Übergabe der Residenz Stein an die Grafen von Lenzburg 1077. Durch Erbschaft gelangte die Burg 1172 an die Grafen von Kyburg, 1264 ging sie in den Besitz der Habsburger über. Als 1415 die Eidgenossen den habsburgischen Aargau stürmten, wurde die Festung durch die Berner erobert und, bis auf Wachturm und Kapelle, zerstört. Im 1. Villmergerkrieg beschloss der Stadtrat Baden den Wiederaufbau unter Leitung des Ing. Martin Gump. Das Projekt wurde zum eidgenössischen Zankapfel zwischen den katholischen Orten und Zürich. Die 1670 fertiggestellte Wehranlage wurde schliesslich beim Vorbeimarsch der Reformierten im 2. Villmergerkrieg im April 1712 durch Artilleriefeuer zerstört und nach der Kapitulation der Stadt auf Anordnung der Zürcher geschleift. Auf deren Geheiss benutzte man die Bruchsteine zum Bau der reformierten Kirche in Baden. Ab 1837 wurde die Ruine zum Aussichtspunkt, 1998 kam es zu grösseren Sanierungen (Samuel Strässle).